Logo Ruanda-Komitee e.V. Bad Kreuznach Ruanda-Impressionen, Bilder: Karl Heil/ Alexander Stroh

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Seit 25 Jahren ehrenamtlich aktiv für eine Graswurzelpartnerschaft zwischen Menschen aus Rheinland-Pfalz und Ruanda! Dezentral Entwicklung fördern ist unsere Grundidee.

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Was gibts Neues?

Pünktlich zum neuen Jahr ist auch die Überarbeitung der Homepage online.
Besonders die Seite "Aktuelles" wurde stark überarbeitet.
Um bei den vielen Berichten nicht den Überblick zu verlieren, können Sie mit den folgenden Links direkt zu den einzelnen Berichten springen:

Ankündigung

Generalversammlung des Ruanda-Komitees

Mittwoch, den 28. April 2010, 19.30 Uhr
Pädagogisches Zentrum (PZ)
Röntgenstraße 32
55543 Bad Kreuznach

Achtung! Das PZ ist umgezogen und befindet sich jetzt in der Nähe der Ringschule!

Brief an die Mitglieder zum Jahreswechsel 2009/10

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des Ruanda-Komitees, auch in diesem Jahr war es wieder möglich, für die Menschen in Ruanda einiges zu bewegen. Dies war nur durch Ihre Unterstützung überhaupt erst möglich. Dafür möchte ich Ihnen ganz herzlich danken. Bei den meisten Adressaten liegt die Spendenquittung für das Jahr 2009 bei. Ganz herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

Nach der Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen am 27.Oktober 2008 haben wir uns nicht zurückgelehnt, sondern seit langem geplante und neue Projekte in Angriff genommen. Dabei gehen wir von den Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen unserer ruandischen Partner aus. Die Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftskomitee von Murambi/Murundi und seinem Präsidenten Mézack Gasinzira Ruhumbiya klappt trotz der schwierigen Kommunikationsbedingungen gut (es gibt dort kein Internet oder Telefon-Festnetz, Mobilfunk ist teuer, und Post landet nur in 50 km entfernten Postfächer). Umso besser, wenn durch Besuche in den Partnersektoren die notwendigen Dinge direkt besprochen und geklärt werden können. Frau Eminger war im März 2009, eine siebenköpfige Gruppe von Grundschullehrkräften und Mitgliedern der Komitees mit mir in den Herbstferien 2009 in Ruanda.

Dazwischen lagen Ereignisse im rheinland-pfälzischen Partnerschaftsverein, die auch uns getroffen haben. Nachdem erst im zweiten Anlauf ein neuer Vorsitzender in Mainz gewählt wurde, kam Mitte September die Meldung, es liege über eine Million Euro an Spendengeldern auf Konten des Partnerschaftsvereins statt in Ruanda eingesetzt zu werden. Der neue Vorstand hatte wohl noch keinen genauen Überblick. Für uns als Ruanda-Komitee ist kein Nachteil entstanden, unsere Projekte sind zeitnah und korrekt abgewickelt worden. Der Image-Schaden für die Partnerschaft ist aber nicht abzuschätzen. Dies habe ich auch so in einem Fernsehinterview für Sat1 am 24. Oktober 2009 gesagt. Die buchhalterische Abwicklung von Projekten zwischen Mainz und Kigali ist verbesserungsbedürftig. Vielleicht schafft der neue Vorstand des Partnerschaftsvereins mit Staatssekretär a.D. Dr. Richard Auernheimer an der Spitze die seit Jahren fälligen strukturellen Verbesserungen.

Unsere Projekte und Aktivitäten im Jahr 2009 will ich Ihnen kurz beschreiben: - Der im Sommer 2008 zur Sekundarschule E.S. Kirinda verlagerte "Schreibwarenladen" (Papeterie) wird dort als "Schülerfirma" betrieben und funktioniert gut. Der meiste Umsatz wird mit dem kleinen Kopierer gemacht. Wir sind gespannt auf die Schuljahresabschlussbilanz 2009 (die Ferien haben dort begonnen, das neue Schuljahr beginnt am 10.01.2010). - In dieser Schule, der Partnerschule des Emanuel-Felke-Gymnasiums Bad Sobernheim (EFG), sind drei Räume neu gebaut worden um ein naturwissenschaftliches Labor, Computerraum und Bibliothek unterbringen zu können. Bilder und Text dazu finden Sie auf der Homepage des EFG: www.emanuel-felke-gymnasium.de. Vom Erlös der "Aktion Tagwerk 2009" werden jetzt eine Zisterne und die Ausstattung der Räume finanziert. - Die Partnerschule der Grundschule Bockenau, die Primarschule Cyamatare, ist unser zehntes Schulbauprojekt. Es ist als "Pilotprojekt" in die Hände des ruandischen Partners gegeben, um uns bei gelungenem Ablauf neue Fördermöglichkeiten zu erschließen. In zwei Bauabschnitten werden insgesamt 11 Klassenräume, Zisterne und Latrinen gebaut und die Schule mit Schulmöbeln ausgestattet. Für den ersten Teil beträgt unser Anteil gut 15.000.- €, ein Viertel der Bausumme. Es funktioniert nicht reibungslos, ist aber auf einem guten Weg. Die rheinland-pfälzischen Standards für Schulbauten in Ruanda sind recht hoch, und die Ausführung muss dem in etwa entsprechen. Auf unserer Homepage werden davon demnächst aktuelle Bilder eingestellt. - Eine Hängepartie ist der seit drei Jahren geplante Schulneubau in Gitanga, der Partnerschule der Grundschule Bad Kreuznach-Planig. Hier versprechen die politisch Verantwortlichen, dass die erforderliche Straße fertig gestellt würde. Wenn es nicht gerade in diesem sehr entlegenen Teil des Sektors Murambi für die Schülerinnen und Schüler so wichtig wäre, eine neue Schule zu bekommen, wären wir schon längst zu einem anderen Standort gewechselt. Es gibt noch ein Dutzend alter Schulbauten in den Partnersektoren. Dem Exekutivsekretär, d.h. dem "Bürgermeister" des Sektors, haben wir jetzt eine Frist zur Klärung gesetzt. - Schulpartnerschaften haben wir weiter unterstützt. Nach der Realschule Kirn im letzten Jahr (Partner: Ecole Secondaire Munzanga) sind in diesem Jahr die Grundschule Dominikschule Kirn (Primarschule Kavumu, 1993 vom Komitee gebaut und gut in Schuss) sowie die Realschule+ in Herrstein (Primarschule Nyamabuye) hinzugekommen. Damit ist das Dutzend in der Region voll! Ein Dutzend Schulen in Murambi/Murundi sucht noch einen Partner. Helfen Sie doch mit bei der Suche!

Nicht nur die Hauptstadt Kigali boomt - mit Hochhäusern im Bau und großen Geschäften. Das Stadt-Land-Gefälle wird eher größer. Die jungen Leute drängen auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Auch die Schullandschaft in Ruanda verändert sich dramatisch. Die Primarschulzeit wird auf neun Jahre verlängert, Sekundarschulen sind nicht mehr nur Internatsschulen, Englisch als Unterrichtssprache löst Französisch ab - und alles in zwei, drei Jahren. Deshalb sind die nächsten von uns mit dem Partnerschaftskomitee geplanten Projekte das, was "auf den Hügeln" gebraucht wird: Schulen (Zweiter Abschnitt Cyamatare, Gitanga), Schulausstattung (Kirinda, Munzanga), Unterstützung von Schülern und auf der anderen Seite Einkommen und Unterstützung besonders für die Frauen durch Viehzuchtkooperativen (Ziegen, Schweine). Wir sind dort aktiv, wo es am nötigsten ist.

Sie sehen, liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des Ruanda-Komitees, es gibt weiterhin viel zu tun. Ihnen allen danke ich nochmals sehr herzlich für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen frohe Weihnachten, für das neue Jahr alles Gute, Glück und Zufriedenheit, Erfolg und Gesundheit.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Karl Heil

Auszüge aus dem Bericht der Ruanda-Reise 2009

Die Reise einer siebenköpfigen Gruppe von Mitgliedern des Ruanda-Komitees Bad Kreuznach und Lehrkräften der Grundschule Bockenau vom 10. -23.10.2009 hatte zwei Teile: Neben einem landeskundlich-touristischen mit Besuchen in den Nationalparks Akagera und Virunga den sechstägigen Aufenthalt in den Partnersektoren Murambi/Murundi (District Karongi) mit der Unterkunft in der Ecole Secondaire (E.S.) Kirinda, deren Schulleiter der Vorsitzende des dortigen Partnerschaftskomitees, Mézack Gasinzira Ruhumbya, ist. Besucht werden konnten viele Projekte. Hier einige Anmerkungen in aller Kürze:

Baumaßnahmen

E.S. Kirinda
Der Anbau von Labor, Computerraum und Bibliothek ist gelungen, die Bauausführung gut. Vor Inbetriebnahme des Labors sollten die Wasserhähne der Waschbecken, die minderwertige Qualität haben, gegen besseres Material ausgetauscht werden. Wie mit Herrn Jäger am 12.10.09 in Kigali besprochen, sollen die laut dem Kostenvoranschlag der E.S. vom 23.06.09 vorgeschlagenen Zisterne und der Zaun gebaut sowie die Ausstattung des Labors und die Möbel für die Bibliothek und das Labor möglichst rasch vorgenommen werden. Die Kosten dafür übernimmt das Emanuel-Felke-Gymnasium Bad Sobernheim aus dem Erlös der "Aktion Tagwerk" 2009.

Primarschule Murambi
Es liegt eine Finanzierungsanfrage vom Herbst 2008 vor, neben der Schule ein "Terrain de Sport" zu bauen. Nach der Ortsbesichtigung und dem Gespräch mit dem Schulleiter wurde dieser gebeten die Anfrage preislich zu aktualisieren, weil die Umrechnungskurs sich deutlich nach oben verändern. Die Partnerschule von Murambi, die Grundschule Kleiststraße Bad Kreuznach, kann einen erheblichen Beitrag der Kosten übernehmen. Es ist ggfs. beim Landessportbund Rheinland-Pfalz anzufragen, ob dieser sich an der Finanzierung beteiligt.

Wasserversorgung Nyabiranga
Die seit ca. 10 Jahren in Betrieb befindliche Wasserversorgung Nyabiranga funktioniert nicht mehr richtig. Bereits in dem Bereich zwischen der Quellfassung und der ersten Verteilerzisterne verschwindet Wasser. Der Exekutivsekretär von Murambi, Védaste Kuzabaganwa, kennt das Problem. Er hat zugesagt, mit seinem Kollegen vom Nachbarsektor Gashari (District Rugobagoba) eine Lösung zu suchen.

Gesundheitszentrum Munzanga
Baumängel an der "Petite Chirurgie" sind offensichtlich. Das Koordinationsbüro hat diese fast "unendliche Geschichte" aufgelistet. Hier liegt ein Planungsfehler vor und die Suche nach dem Schuldigen führt zu nichts. Der Schaden muss rasch behoben werden. Nach Aussagen des Leiters Gélin Subika sind für das Dach, dessen Einfassung und die Zimmerdecke ca. 1 Million FRw erforderlich. (Umrechnungskurs: 1:825)

Primarschule Gitanga
Nach Aussage des Exekutivsekretärs der Sektors Murundi, Innocent Kamanzi, ist die Straße nach Gitanga hergestellt. Die Schulleiterin der Primarschule Gitanga wurde gebeten mit Unterstützung des Exekutivsekretärs möglichst rasch eine Finanzierungsanfrage zu stellen damit die zweite "unendliche Geschichte" für die Partnerschule der Grundschule Bad Kreuznach - Planig zu einem Ende geführt werden kann.

E.S. Munzanga
Die dort benachbarte Sekundarschule (Partnerschule der Realschule Kirn) nutzt alte und neue Gebäude, wobei noch kein Speisesaal vorhanden ist (die Schüler essen in einem Klassenraum). Mit dem Schulleiter Dominique Niyomugabo wurde das Projekt einer öffentlichen Schulbibliothek weiter diskutiert, wie dies mit Frau Eminger im Schriftwechsel schon angesprochen worden war: Bau und Ausstattung einer öffentlich zugängigen (Schul-)Bücherei. Er wird die erforderlichen Unterlagen erstellen und nach Bad Kreuznach liefern.

Primarschule Cyamatare
Eine ausführliche Besichtung der Baustelle des "Pilotprojektes Cyamatare" , an der Mézack, Abbé Thaddée, der Exekutivsekretär von Murambi und der Bauunternehmer teilnahmen (der Schulleiter war erkrankt) zeigte, dass Baumängel vorhanden sind und der Standard, wie er zum Beispiel beim Anbau in der E.S. Kirinda zu sehen ist, nicht erreicht wird. Die Türen sind falsch eingemauert, die Mörtelmischungen eher schlecht, und die Einpassung von Fenstern ist unzureichend. Der Bauunternehmer führt dies im Wesentlichen auf schlechten Sand zurück, er hat aber sich wohl nicht um anderen Baustoff bemüht. Auch die Qualität der verarbeiteten Steine lässt zum Teil zu wünschen übrig. Abbe Thaddée wirft dem Bauunternehmer vor, dass auch nach dem Besuch der Technikerin des Koordinationsbüros nichts verbessert wurde.

Der Bauunternehmer wird zu Korrekturen aufgefordert, wo dies noch möglich und notwendig ist: Ausbau und erneutes richtiges Anbringen der Türen, Verbesserung der Verfugung und der Einpassung der Fenster, anderer Sand für die Herstellung der Glattstrichflächen des Bodens der Klassenräume sowie in den Latrinen. Abbé Thaddée will Herrn Jäger weiter um Rat fragen. Allen Teilnehmern war klar, dass hier das Vertrauen in die selbständige Durchführung der Arbeit nicht missbraucht werden darf. Ob diese Form der Durchführung wirklich geeignet ist, bleibt mit der Endabnahme endgültig zu klären.

Schulpartnerschaften

Die schon lose bestehenden Kontakte der "Realschule plus" in Herrstein-Kempfeld zur Primarschule Nyamabuye (Sektor Murundi) wurden verstärkt und sollen zu einer Schulpartnerschaft ausgebaut werden. Briefe wurden ausgetauscht.

Die Grundschule Dominikschule in Kirn sucht einen Partner. Nach Rücksprache mit dem Partnerschaftskomitee der Sektoren Murambi/Murundi wurde die Primarschule Kavumu (Sektor Murambi) ausgewählt und der direkte Kontakt hergestellt. Das entsprechende Formular für das Koordinationsbüro wurde über Jean Baptiste Bicamumpaca zurückgegeben. Für diese Schule wurde ein Betrag von € 500,-- im Koordinationsbüro eingezahlt, den sie für Schulmaterialien verwenden kann.

Andere Projekte und vermischte Anmerkungen

Die "Papeterie" in der E.S. Kirinda wurde überprüft und festgestellt, dass dieses von Schülern selbst getragene Projekt funktioniert und Gewinn abwirft. Die Schüler verkaufen in ihrer selbst verwalteten Firma Schulmaterialien und können einen PC, Drucker und Kopierer nutzen. Die größten Einnahmen stammen aus dem Erlös von Fotokopien. Die Schüler und betreuenden Lehrer werden zum Jahresende 2009 den ersten Jahresabschluss vorlegen.

Das mit Frau Nordmann im Koordinationsbüro besprochene Projekt von CAMARA, eine Schule mit Computern auszustatten, kann nach Rücksprache mit der Schulleitern der Primarschule Muhororo, Vérédiane Mukarutezi, dort durchgeführt werden. Nach langjährigen guten Erfahrungen mit der Schule und der Schulleiterin wird dies dort empfohlen. Sie ist auch sehr daran interessiert. In der Schule gibt es Strom. Neben der Schule befindet sich ein CFJ im Aufbau. Eine gleichartige Umsetzung wäre auch in der Primarschule Kirinda möglich. Die Übernahme der Kosten von 2000 US-$ durch das Ruanda-Komitee Bad Kreuznach ist sehr wahrscheinlich. Frau Nordmann wird gebeten, die notwendigen Schritte einleiten.

Auf dem Treffen mit Vertretern des Partnerschaftskomitees von Murambi/Murundi am 18.10. 2009 wurde von Jean-Baptiste auch sehr klar angesprochen, dass die Schülerpatenschaften nicht von allen Schulleitern (auch von Anwesenden) mit hinreichender Sorgfalt und Klarheit bearbeitet werden. Das Partnerschaftskomitee begrüßte auch ausdrücklich die Erweiterung der Kooperativen um die neue Schweinezucht-Kooperative "ABADABATEBA", die Frau Eminger ins Leben gerufen hat.

Als positiv sollten noch einige Punkte erwähnt werden:

  • Das Gesundheitszentrum Munzanga ist mittlerweile sehr gut ausgestattet, es wird auch sehr gut geführt. Der Anteil der HIV-Positiven wird von Subika auf 1,1% der untersuchten Personen beziffert. Als großes Problem sieht er die Fehlernährung von Schwangeren und Kleinkindern an. Er hat deshalb mit der Aufzucht von Hasen begonnen, die er bedürftigen Familien kostenlos zur Verfügung stellt.
  • Der überraschende Besuch der Primarschule Kavumu zeigte, dass die vom Komitee 1992/93 gebaute Schule noch in einem guten Zustand ist. Die Nachhaltigkeit qualitativ guter Schulbauten ist damit wieder einmal belegt.
  • Der sehr herzliche Empfang der rheinland-pfälzischen Besucher in den Primarschulen Cyamatare und Kavumu wird lange in Erinnerung bleiben.
  • Im Unterschied zu der explosionsartig sich verändernden Hauptstadt Kigali (Hochhausbauten, neue Reihenhaussiedlungen, Einkaufszentren) gehen Veränderungen auf dem Land eher langsam. Gute Ansätze sind z. B. auch bei den "Dorfsanitätern" zu sehen, die von den Gesundheitszentren aus in die Fläche geschickt werden.
  • Die Lebenshaltungskosten gehen steil nach oben, was die Probleme auf dem Land verschärft.
  • In Shyembe (Kirinda) ist, wie an anderen Stellen auch, ein überdachter Markt gebaut worden. Die Straßeninfrastruktur in den beiden Partnersektoren ist dagegen deutlich schlechter als vor drei Jahren. Der Autoverkehr ist allerdings auch sehr gering.
  • Trotz Regenzeit gab es während nur zweimal recht kurze Regenschauer. Die Klimaunsicherheit nimmt offensichtlich zu.
  • Die Bewältigung der Umstellung der Sekundarschulen und Hochschulen auf Englisch und die Ausweitung der Primarschulen um drei Jahre stellt viele Schulen und daran Beteiligte (besonders die Lehrkräfte) vor große Probleme.
  • Fahrten wie diese mit sieben rheinland-pfälzischen Teilnehmern, davon vier zum ersten Mal in Ruanda, sollten in jedem Fall weiterhin möglich sein, wenn es auch die "Oskarr-Reisen" nicht mehr gibt. Das soll mit dem Partnerschaftsverein noch einmal besprochen werden.

Gez. Karl Heil
27.10.2009

Aus dem Bericht des Vorsitzenden für 2008/09 von der Mitgliederversammlung am 04.05.2009

Der Berichtszeitraum seit der Mitgliederversammlung des Ruanda-Komitees am 28.03.2008 steht bis November 2008 im Zeichen der 25-Jahr-Feier des Komitees. Das war sicher ein herausragendes Ereignis, und wir konnten mit Zufriedenheit auf die bisherige Bilanz zurückschauen.

Grundsätzlich aber bleiben die Schwierigkeiten erhalten, die sich mit den Projekten ergeben. Vieles wäre von Seiten des Komitees gerne rascher erledigt worden, wenn Verzögerungen bei der Projektabwicklung bzw. bis zu deren Start in Mainz und Kigali nicht so groß wären. Wir hatten die Hoffnung, dass der Partnerschaftsverein und das ISM Verbesserungen im Ablauf möglich machen. Stattdessen kam es in den letzten Wochen zu weiteren Erschwernissen. Die langjährige Geschäftsführerin in Mainz, Marion Hilden, hat im April 2009 ihre Tätigkeit beendet, und der Partnerschaftsverein wird derzeit vom bisherigen Vorsitzenden Jürgen Debus kommissarisch weiter geleitet.

Ein weiterer "Stau" an Entscheidungen entsteht, und das in einer Zeit, wo die Entwicklungen in Ruanda nicht gerade einfach sind. Ich nenne nur die Umstellung der Schulzeit in der Primarschule von sechs auf neun Jahre, die Pflichteinführung von Englisch als erste Fremdsprache bei gleichzeitigem Ausbooten von Französisch als Amtssprache und die schwierigen europäisch- ruandischen Beziehungen nach dem Genozid von 1994, die auch nach 15 Jahren immer noch nicht leicht zu pflegen sind - siehe die beiden abberufenen Botschafter in Berlin und Kigali. In der letzten Woche ist die neue Ausgabe der "Ruanda-Revue" erschienen, die einen sehr guten Einblick in die aktuelle Situation gibt.

Blicken wir noch etwas auf unsere Arbeit zurück. Positiv ist die direkte Kommunikation in die Partnersektoren Murambi und Murundi, wobei der dortige Partnerschaftskomitee-Vorsitzende Mézack Ruhumbya Gasinzira eine verlässliche und aktive Kraft ist. Mézack war im Oktober und November 2008 für vier Wochen zu Gast bei uns, und viele haben ihn auf der Jubiläumsfeier erlebt, wo er mit mir die Bilanz unserer 25 Jahre präsentiert hat. Diese Feier hatte eine sehr gute Resonanz, und die Berichterstattung in der Presse war positiv. Die in der Kreisverwaltung gezeigte Ausstellung des Landes und unsere Info-Tafeln vermittelten zudem einen guten Eindruck von Ruanda und der Partnerschaft.

Im Herbst letzen Jahres wurde ein Bild-Kalender 2009 insbesondere von unserem Vorstandsmitglied Beate Wegmann erstellt und von uns vertrieben. Leider war er kein großer Verkaufserfolg. Es gibt immer noch Exemplare.

Nachdem mit dem Neubau der Primarschule in Vungu ein lange vereinbartes Projekt, das außerhalb des heutigen Partnerschaftsbezirks im ehemaligen Bezirk Budaha liegend und seit längerer Zeit geplant war, abgeschlossen ist (Schulneubau Nr. 10 in der Region), ist die 2008 verlagerte "Papeterie" aus Nyange als "Schülerfirma" an der E.S. Kirinda neu gestartet worden.

Schwierig ist die Unterstützung des Krankenhauses Kilinda und der Gesundheitsstation Munzanga in unserem Partnersektoren. Hier wird von großen Einrichtungen wie dem Global Fund investiert, und der Kampf gegen Malaria und Aids steht im Vordergrund, in einer ganz anderen Größenordnung als wir das leisten könnten, mit Laboren und Personal. In Kilinda erhalten über 100 000 Menschen erhalten eine medizinische Grundversorgung. Nur vier Ärzte arbeiten im Krankenhaus; hinzu kommt der "Assistent Medicale" Gélin Subika, der das Gesundheitszentrum Munzanga leitet und auch der Vizepräsident des Partnerschaftskomitees ist, sind im Partnerdistrikt tätig. Unsere Vorstandsmitglieder Dr. Pressel und Dr. Wilhelm kümmern sich um diesen Bereich.

Die Ziegenkooperative "Amizero", die Frau Eminger aufgebaut hat, wächst auch unter ruandischer Leitung weiter. Über 1.500 Ziegen "meckern" dort. Zuschüsse zum Kauf von Ziegen sind weiter erwünscht, die Erweiterung bzw. eine neue Kooperative sind geplant.

Eindeutig positiv ist die Zusammenarbeit mit Schulen und Schulpartnerschaften im Kreis Bad Kreuznach. Herausragende Beispiele sind das Emanuel-Felke-Gymnasium (EFG) Bad Sobernheim, die Grundschule Bockenau, die Realschule Kirn und die Grundschule Kleiststraße Bad Kreuznach. Hier bestehen Schulpartnerschaften oder wurden neu begründet. Das EFG hat an der E.S Kirinda mit Landeshilfe einen größeren Neubau von Labor, Bibliothek und Computerraum finanzieren können, mit über 16.000.- € aus verschiedenen Aktionen Tagwerk.

Manches hätte weiter getrieben werden können, blieb aber halt hängen: So ist die Primarschule Cyamatare als "Pilotprojekt" in Regie des Partnerschaftskomitees von Murambi-Murundi geplant worden. Mit uns will das Land Rheinland-Pfalz den ersten Bauabschnitt finanzieren, und sie soll jetzt mit dem Schulträger, der Diözese Nyundo als Partner neu gebaut werden. Co-Finanzier für ähnliche Projekte wäre dann das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, auch, um die Landesmittel für andere Projekte frei zu halten. Hier hängt es am Koordinationsbüro in Kigali, die Dinge voranzubringen. Verzögernd wirkte auch der plötzliche Tod der Schulleiterin von Cyamatare. Mit ihrem Nachfolger wird sich sicher auch gut zusammenarbeiten lassen. Zwei Bauabschnitte sind geplant für 2008/09 und 2009/10.

Es sollte sich auch ein gemeinsames Projekt des Komitees mit der Grundsschule Bad Kreuznach-Planig ergeben, wenn die Erschließung des Planiger Partnerschule in Gitanga erfolgt ist. Der Distrikt hatte angeblich eine Straße gebaut. Sie war aber im Februar 2009 immer noch nicht fertig. Dann kann auch kein Baumaterial dorthin transportiert werden. Mir tut es für die Planiger Schüler leid, die immer noch nicht sehen können, was aus den von ihnen gesammelten Mitteln wird.

Angesichts der wachsenden Zahlen von Primarschulabsolventen ist es dringend erforderlich, nicht nur einen mittleren Abschluss neben den Sekundarschulen (die zum Abitur führen) zu ermöglichen, sondern auch Ausbildungszentren zu errichten- und zwar auf dem Land, damit die Abwanderung in die Städte nicht noch verstärkt wird. Die Realisierung ist fast eine unendliche Geschichte. Frau Eminger versucht auch mit der Stiftung Ausbildungshilfe schon seit längerem voran zu kommen, ohne sichtbaren Erfolg. Der Sekundarschulbereich wird zunehmend wichtig um die große Zahl von Primarschulabsolventen weiter ausbilden zu können. Deshalb sollten wir überlegen, ob die im Aufbau befindliche Sekundarschule (E.S.) Kuruganda von uns beim Aufbau einer Bibliothek unterstützt werden kann.

Der Bericht ist hoffentlich bei Ihnen nicht negativ empfunden worden. Wir brauchen unser Licht nach 25 Jahren nicht unter den Scheffel zu stellen. Unsere ehrenamtliche Tätigkeit hat bis heute keine Kosten für Werbung, Verwaltung oder andere Nebenkosten verursacht. Spenden gehen zu 100 Prozent nach Ruanda! Es soll nicht der Eindruck entstehen, als horten wir Geld - aber das Tempo und die Art der Abwicklung von Projekten liegt nicht an uns, sondern am Geflecht der Partner und den langen Entscheidungswegen. Herr Nieden, der Leiter des Koordinationsbüros in Kigali, ist Mitte Mai in Mainz. Wir werden dann die anstehenden Dinge mit ihm besprechen.

Gez. Karl Heil

Feierstunde „25 Jahre Ruanda-Komitee Bad Kreuznach“

Den Höhepunkt der Veranstaltungen zum 25jährigen Bestehen des Ruanda-Komitees bildete die Festveranstaltung am Sonntag, den 26.10.2008 in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach.

Landrat Karl-Otto Velten konnte als Hausherr nicht nur die ca. 100 Gäste begrüßen. Er gab auch einen Hinweis auf die Ausstellung „Ruanda – Partnerland im Herzen Afrikas“ die im Foyer der Kreisverwaltung für drei Wochen zu sehen war. Die Ausstellung war um einige Informationstafeln des Ruanda-Komitees ergänzt.

Landrat Velten, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda, Staatssekretär a.D. Jürgen Debus, und der Botschafter der Republik Ruanda in Deutschland, Eugène- Richard Gasana, der eigens aus Berlin gekommen war, beschrieben die seit 1982 gepflegte Partnerschaft. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Menschen aus beiden Ländern zusammen zu führen, um sich gegenseitig kennen zu lernen und zu unterstützen.

Bereits ein Jahr nach dem allgemeinen Beschluss auf Landesebene, die Partnerschaft mit Ruanda zu beginnen, hatten sich in Bad Kreuznach engagierte Menschen gefunden um das Ruanda-Komitee Bad Kreuznach zu gründen. Es besteht nunmehr seit 25 Jahren, und es kann eine gute Bilanz in der Zusammenarbeit mit seiner Partnerregion Murambi/Murundi vorweisen.

Diese Bilanz stellte der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees der Sektoren Murambi/Murundi, Mézack Gasinzira Ruhumbya, der zum ersten Mal ins Ausland reisen konnte, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ruanda-Komitees, Karl Heil, in einer Präsentation mit vielen beeindruckenden Bildern vor. Auch damit konnte ein tieferer Einblick in die Situation in Ruanda und die Schwerpunkte der Partnerschaft gegeben werden. Mézack überreichte ein Bild mit einer symbolischen Darstellung der Partnerschaft.

Alexander Stroh und Daniel Münch stellten zum Ende der Veranstaltung ihre Überlegungen zu den Zukunftsperspektiven der Partnerschaft vor. Wandel und Weiterentwicklung des Bewährten sind die beiden Seiten der Medaille der Partnerschaft.

Der Dank galt den Sponsoren dieser Veranstaltung, besonders aber dem Kinderchor „Cantamitos“ der Pfarrei St. Nikolaus Bad Kreuznach-Winzenheim unter der Leitung von Wolfgang Kallfelz, die einen mit ihren Liedern aus aller Welt ein lebendige und heitere Atmosphäre erzeugten.

Das laufende Projekt:
Der Neubau der Primarschule Cyamatare
- eine etwas ausführlichere Darstellung

Am 11.09.2007 wurde im "Maison de Jumelage", dem Koordinationsbüro in Kigali, ein Bauantrag für das Schulzentrum Cyamatare/Sektor Murambi/Distrikt Karongi/Provinz West Eingereicht. Das Vorhaben ist von uns mit dem Partnerschaftskomitee der Sektoren Murambi/Murundi mehrfach besprochen und hat Platz 1 auf ihrer Prioritätenliste.

Die Schulleiterin Jacqueline Mukerimana beschreibt ihre Schule und die Notwendigkeit eines Neubaus recht ausführlich. Sie schreibt u.a.: "wir bitten höflich um den Bau unserer Schule, des Schulzentrums Cyamatare. Dem Techniker, der den Kostenvoranschlag erstellt hat, haben wir die Zahl von 522 Schülern genannt. Er hat für 495 Schüler 11 Klassenräume (11 x 45) und für 27 einen zwölften Klassenraum angenommen. Wir halten 11 Klassenräume für notwendig. Dieses Schuljahr haben wir zwei fünfte Klassen die zwei sechste Klassen bilden werden, in einem Klassenraum. (Auch) die dritten Klassen sind "doppelt belegt" [Vor- und Nachmittagsunterricht; K.H.] wegen Raummangels. Die Überfüllung der ersten und zweiten Klassen wie auch die bedeutende Zahl der Anmeldungen für die erste Klasse zum Schuljahr 2008 macht die Einrichtung von je drei ersten und zweiten Klassen erforderlich. Vergleichen Sie dazu die Übersicht unten."

Die Direktorin des Schulzentrums Cyamatare ist leider im Juni 2008 überraschend verstorben. Das Projekt wird trotzdem - und auch in Erinnerung an das langjährige Engagement von Jacqueline Mukerimana - durchgeführt, nachdem es mit dem Partnerschaftsverein in Mainz mehrfach diskutiert wurde. Als "Modellprojekt" wird das Projekt weitestgehend in die Verantwortlichkeit der ruandischen Partner gegeben. Schulträger ist die Pfarrei Birambo in der Diözese Nyundo. Wie dieses Verfahren funktioniert und wie die Kontrolle durch uns bzw. das Koordinationsbüro in Kigali erreicht wird, soll genau dokumentiert werden.

Zur Situation und der Planung folgen einige genauere Angaben:

Beschreibung des Schulzentrums Cyamatare

  • Es liegt in einer gebirgigen Region in über 1500 m Höhe auf der Ostseite der Wasserscheide Nil-Kongo, gut 120 km südwestlich von Kigali und 30 km von der asphaltierten Straße Kigali - Kibuye und liegt deshalb sehr abseits
  • Die Topographie wird durch starke Hangneigungen über 10 % charakterisiert, mit der Hügelkette auf der Wasserscheide; die Umgebung ist durch Eukalyptusbäume, Bananenhaine und Felder geprägt, mit einer dichten, sehr armen Bevölkerung
  • Manche Schüler dieses Schulzentrums müssen mehr als 5 km zur Schule laufen, das heißt jeden Tag mehr als 10 km Weg
  • Das Bevölkerungswachstum ist groß, und das in einem Bereich, der nur von der Selbstversorgungswirtschaft lebt (Subsistenz), gefährdet durch die Erosion in den hohen Gebirgslagen, durch die Unfruchtbarkeit und Übersäuerung des Bodens, die die Fruchtbarkeit verringern. Diese Bevölkerung lebt vorwiegend von Maniok, Süßkartoffeln, Bohnen und ganz selten auch von Hasenfleisch
  • Das Schulzentrum Cyamatare ist wegen schlechter Pisten schwer zu erreichen, besonders in der Regenzeit

Die Situation der Schule

Aktuelle Struktur 2007 Künftige Struktur (im Jahr 2008)
Klassenstufe Zahl der Klassen Zahl der Lehrkräfte Klassenstufe Zahl der Klassen Zahl der Lehrkräfte
1 2 1 1 3 1,5
2 2 1 2 3 1,5
3 2 1 3 2 2
4 2 2 4 2 2
5 2 2 5 2 2
6 1 1 6 2 2

Klassenstufe Schüler pro Klasse
Jungen Mädchen Gesamt
1 63 67 130
2 59 51 110
3 46 42 88
4 38 38 76
5 29 54 83
6 14 21 35
Gesamt 249 243 522

Waisenkinder: 47 Mädchen und 70 Jungen, insgesamt 117

Lehrkräfte: 3 Männer , 5 Frauen, insgesamt 8
Im Frühjahr 2008 hat sich die Zahl der Schüler auf gut 530 und die der Lehrkräfte auf zehn erhöht.

Zustand der Klassenräume

"Wir haben gegenwärtig 8 Klassenräume in sehr schlechtem Zustand, sie sind alle abzureißen und wieder aufzubauen, und es sind neue hinzuzufügen um der "Messzahl" von 45 Schülern pro Klasse gerecht zu werden." Fotos der Gebäude belegen den sehr schlechten Zustand.

Geplantes Vorhaben

Beantragt wird der Bau von 11 Standard- Klassenräumen und einem kleinen Verwaltungsgebäude.Die Klassenräume haben die Standardmaße von 6 x 9 m, also 54 m² pro Klasse. Das Verwaltungsgebäude entspricht einem Klassensaal, unterteilt in Direktionszimmer, Sekretariat und Lehrerzimmer. Hinzu kommen:

  • Ein Latrinenblock mit 12 Toiletten
  • Ein Wasserreservoir für Regenwasser mit 10 m³ Fassungsvermögen, aus Kunststoff
  • Das Herrichten eines "gemischten" Sportplatzes für Basketball und Volleyball
  • Die Ausstattung mit Möbeln: Schülerpulte, Lehrerpult, Schrank für den Lehrer, Regale für den Verwaltungsbau.

Als Beteiligung "vor Ort" ist die Bevölkerung bereit, die Terrassierungsarbeiten und die Nivellierung für das Spielfeld zu übernehmen; dafür werden ca. 750.000 FRw geschätzt.

Kosten des Projekts

Die Gesamtkosten des beantragten Neubaus belaufen sich 2007 zuerst auf ca.73,5 Mio. ruandische Francs (RWF) das waren ca. 92.000.- €. Das Projekt soll als "Pilotprojekt" in die Verantwortlichkeit der ruandischen Partner gegeben werden - hier ist es die Pfarrei Birambo in der Diözese Nyundo. Das Partnerschaftskomitee der Sektoren Murambi/Murundi arbeitet wie wir ehrenamtlich und wäre damit überfordert. Überprüft werden soll, welcher Aufwand für das Koordinationsbüro anfällt, wenn nach den Richtlinien und Vorgaben des BMZ ("bengo") verfahren wird.
Nachdem all dies geklärt war, ist im November 2008 ein aktualisierter Förderantrag gestellt worden. Der erste Bauabschnitt mit 5 Klassenräumen, 2 Latrinen/Toiletten (getrennt für Jungen und Mädchen) , einer Regenwasserzisterne, 100 Schulbänken und je 5 Schreibtischen, Schränken und Stühlen soll fast 41 Mio. RWF, damals umgerechnet gut 61.000.- € , kosten.
Die Finanzierung übernimmt das Ruanda-Komitee e.V. Bad Kreuznach zu einem Viertel mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz - auch hier analog zu "bengo".

Durchführung

Realisiert werden soll der Bau in zwei Bauabschnitten in den Jahren 2008/09, zuerst einmal mit 5 Klassenräumen. Wir hofften noch auf einen Baubeginn im Jahre 2008, tatsächlich war es im Frühjahr 2009. Die Bauarbeiten konnten im Oktober 2009 beim Besuch in Cyamatare gesehen und Probleme mit dem Verantwortlichen, Abbé Thaddée, dem Bauunternehmer und Herrn Jäger vom Koordinationsbüro besprochen werden. Damals war der Rohbau so weit, dass der Dachstuhl aufgebaut war (siehe Reisebericht und Bilder dazu). Nach dem Abschluss und der Abrechnung wird Bilanz gezogen und dann wohl der zweite Bauabschnitt folgen, mit 6 Klassenräumen. Die Realität, sprich: Die Schülerzahlen, haben die Planungen längst überholt. Die alten Gebäude werden weiter benutzt werden müssen.


Impressionen









































Beim Ruandabesuch 2009 durfte ein Treffen mit dem Partnerschaftskomitee unserer Partnersektoren natürlich nicht fehlen.

































































































Viele Straßen in Ruanda, wie hier der Weg zwischen Murambi und Cyamatare sind nur schwer befahrbar und - auch für erfahrene Ruandareisende - immer wieder ein kleines Abenteuer.

















































Sekundarschüler üben im Computerlabor der ES Kirinda. Um einen Beruf zu bekommen werden Computerkenntnisse immer wichtiger.








































































































































































































































































Eine gute Bilanz: Karl Heil und Mézack Gasinzira Ruhumbya zeigten die Entwicklung der Partnerschaft in eindrucksvollen Bildern.


Botschafter Gasana reiste persönlich aus Berlin an um an den Feierlichkeiten teilzunehmen.


Für den musikalischen Ramen sorgte der Kinderchor „Cantamitos“ der Pfarrei St. Nikolaus.



































Kinder vor der Primarschule Cyamatare


(c) 2008 Ruanda-Komitee e.V. Bad Kreuznach | Letzte Aktualisierung: 03.01.2010