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Seit 25 Jahren ehrenamtlich aktiv für eine Graswurzelpartnerschaft zwischen Menschen aus Rheinland-Pfalz und Ruanda! Dezentral Entwicklung fördern ist unsere Grundidee.
Gesundheitsversorgung
In den beiden Partnersektoren gibt es ein Krankenhaus in Kirinda (Sektor Murambi) sowie eine Gesundheitsstation in Munzanga (Sektor Murundi). Das Krankenhaus ist für ca. 100 000 Menschen der zentrale Punkt für die medizinische Versorgung - ambulant und stationär (120 Betten).
Für eine grundlegende Förderung sind unsere Mittel im Verhältnis zu den laufenden Kosten des Krankenhausbetriebs und des Investitionsbedarfs zu gering. Wir haben Geräte und Medikamente, Bettwäsche und Matratzen sowie Geld für die Innenrenovierung zur Verfügung gestellt. Das Ruanda-Komitee beschränkt sich auf punktuelle materielle Hilfen, sofern immer wieder auftretende Finanzierungslücken dies notwendig und sinnvoll machen. Wir werden nur auf Wunsch der ruandischen Verantwortungsträger tätig.
Nicht einmal ein halbes Dutzend Ärzte sind in Kirinda unter schwierigen Bedingungen tätig. Die abgeschiedene Lage des Krankenhauses jenseits der Hauptverkehrsadern des Landes ist einerseits ein Plus, da es die Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich - direkt bei den Menschen- verbessert. Andererseits macht es die Aufgabe schwierig, qualifiziertes medizinisches Personal für Kirinda anzuwerben und vor allem dort zu halten. Verständlicherweise bevorzugen gute Ärzte häufig den Lebensstil und die Annehmlichkeiten größerer Städte. Einen kleinen Beitrag leistet das Ruanda-Komitee dazu, dass das medizinische Personal in Kirinda nicht auch noch fachlich abgeschnitten bleibt, indem wir den bescheidenen Bestand neuerer Fachliteratur erweitern - schrittweise und entsprechend unserer finanziellen Möglichkeiten.
Empfindliche medizinische Geräte leiden zusätzlich unter den klimatischen und infrastrukturellen Verhältnissen (hohe Luftfeuchte, häufige Blitzeinschläge, plötzliche Spannungsschwankungen im elektrischen Netz). Häufig sind sie diesen Belastungen nicht gewachsen und fallen schneller aus als man es in Europa erwarten würde. Nicht alle Instandhaltungskosten können von der Klinik getragen werden. Auch hier bemüht sich das Ruanda-Komitee nach Kräften bedarfsgerecht auszuhelfen.
Im Vergleich zum Krankenhaus Kirinda ist das Gesundheitszentrum Munzanga überschaubarer. Unter der tatkräftigen Leitung von Gélin Subika, dem Vizepräsidenten des Partnerschaftskomitees, ist hier ein erfreuliches Beispiel für eine gelungene Aufbauleistung zu sehen. Für mehr als 20.000 Menschen ist Munzanga die Anlaufstelle für Mütterberatung und Impfungen, bei Krankheiten wie Malaria und Aids, für ambulante Behandlung und stationäre Aufnahme (23 Betten).
Das Komitee hat sich hier über Jahre bei einer Reihe von Einzelprojekten engagiert, die besonders auf eine nachhaltige Wirkung abzielen und mit bescheidenen Mitteln erreicht werden. Drei Beispiele dafür:
- Toiletten und Duschen für die Patienten und Besucher, verbunden mit dem Bau einer Küche, in der das Essen für die Patienten von den Angehörigen gekocht wird - wie in Ruanda üblich, dass Angehörige die Kranken auch im Krankenhaus versorgen.
Instandsetzung einer Wasserleitung aus den siebziger Jahren, durch die heute das Gesundheitszentrum, der angrenzende Ort und zwei Schulen ganzjährig ausreichend mit sauberem Wasser versorgt werden.
Bau eines separaten Operationsraumes, der "petite chirurgie" in dem alltägliche Verletzungen versorgt und auch kleinere Eingriffe vorgenommen werden können.
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