Die Versorgung der ruandischen Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser ist ein wichtiges Anliegen der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Das Wasser muss oft mühselig und zeitraubend aus weit entfernten Quellen geholt und weite Strecken, mit dem Kanister auf dem Kopf, nach Hause getragen werden. Meistens erledigen die Kinder diese Arbeit.
Die Wasserstellen, Bäche und Flüsse sind oft verschmutzt. Krankheiten wie z.B. Durchfall sind dann häufig.
Einer der Schwerpunkte der Arbeit des Ruanda-Komitees in Bad Kreuznach ist es, Quellfassungen und Wasserleitungen zu bauen. Bereits in 1980er Jahren wurden Quellen in Bwakira gefasst. Dann kam ein "Großprojekt": Mit dem 1999/2000 durchgeführten Projekt einer Wasserleitung im Gemeindesektor Nyabiranga haben etwa 6000 Menschen sauberes Wasser erhalten.
Dazu wurde den Einwohnern der Gemeinde Bwakira die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt. Rohre, Wasserhähne, Zement usw. wurden gekauft. Die Menschen erledigten alle Arbeiten selbst: Sie fassen Quellen, heben Gräben aus (fast 20 km), verlegen die PVC-Wasserrohre und bauen Zisternen und Wasserentnahmestellen. Sie betreiben die Wasserversorgung eigenständig. Dabei nehmen sie von jedem Benutzer ein geringes Wassergeld, um damit die Wartung und Reparaturen zu bezahlen.
Im Jahre 2006 wurde die Wasserversorgung in Munzanga erneuert. Dabei wurde die aus den 70er Jahren stammende defekte Wasserleitung erneuert, zusätzliche Zisternen und Wasserentnahmestellen gebaut sowie eine weitere Quelle gefasst. Damit ist die ganzjährige Wasserversorgung der Menschen im Gesundheitszentrum Munzanga, der dortigen Primar- und Sekundarschule sowie Siedlung gesichert: Über 3000 Menschen haben damit Zugang zu sauberem Wasser.