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Gründungserklärung

In einer Welt, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, gilt es Brücken zu schlagen, um – wie man in RUANDA sagt – den Fluss der Armut zu überqueren. Begleiter dieser Armut sind mangelnde Ernährung, unzureichende Gesundheitsversorgung, geringe Bildungsmöglichkeiten, wenig oder schlecht bezahlte Arbeit, unzulängliche Wirtschaftskraft, vielfach Überbevölkerung.

Diesem Erscheinungsbild vieler Länder der Dritten Welt, und somit auch Ruandas, stehen wir häufig hilflos gegenüber. Viele von uns kümmern sich nicht darum, sind unwissend, gleichgültig oder überheblich, ohne jemals die Geschichte, die Kultur oder die Lebensgewohnheiten dieser Völker kennen gelernt zu haben. Dieses Defizit bei uns betrachten wir als eine Herausforderung, der wir uns stellen wollen.

Viele aber sind ernsthaft bemüht, einen Beitrag zu leisten, „um den Fluss der Armut zu überqueren“, den Anderen kennen zu lernen. Vor allem mit diesen wollen die Gründer des Ruanda-Komitees Bad Kreuznach die Zusammenarbeit suchen.

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und RUANDA wollen wir im Bad Kreuznacher Raum Ruanda, eines der ärmsten, schönsten und volkreichsten Länder Afrikas, mehr bekannt machen, wollen den Erfahrungsaustausch mit denjenigen pflegen, die bereits in RUANDA an der Lösung von Problemen mitgearbeitet haben, wollen personell und materiell unsere Hilfe anbieten, eine Hilfe, die der Partner will, eine Hilfe, die zur Selbsthilfe animiert.

Wir wenden uns an alle Berufs- und Bevölkerungsgruppen im Bad Kreuznacher Raum, an Jugendliche und Erwachsene, an Gemeinden, Kirchen, Firmen, Verbände und Bildungseinrichtungen, mit uns zusammen den der Region Bad Kreuznach angemessenen Beitrag zur Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda zu leisten.


Beschlossen bei der Gründungsversammlung des RUANDA-Komitees Bad Kreuznach am 14. November 1983 im Hotel Caravelle Bad Kreuznach